Verhalten bei Durchsuchungen

Verhalten bei Durchsuchungen

Hausdurchsuchungen können bei Vorliegen eines Durchsuchungsbeschlusses oder bei Gefahr im Verzug durchgeführt werden. Letzteres ist eine Ermessensentscheidung der Staatsanwaltschaft und daher häufig willkürlich.

Aber trotzdem gilt: Die Durchführung der Maßnahme an sich ist zu dulden.

Widerstand hiergegen ist nicht nur sinnlos, sondern ist als neue Straftat zu werten. Häufig wird Widerstand dazu benutzt, die Wohnung erst recht auseinanderzunehmen, körperliche Gewalt gegen den Bürger anzuwenden und eventuell vorhandene Hunde zu erschießen.

Daher gilt: keine Widerstandshandlung gegen die Durchsuchung an sich. Keine Gespräche mit den durchführenden Polizisten. Es wird nichts unterschrieben und keine Erklärung abgegeben.

Sofort nach der Durchsuchung sollten alle ausgehändigten Unterlagen dem Rechtsanwalt übergeben.

Dieser überprüft ob die Voraussetzungen für eine Durchsuchung vorlagen und verlangt die Herausgabe der sichergestellten Gegenstände; besonders wichtig bei Telefonen oder Computern, welche für die Arbeit oder das Studium benötigt werden.

Es sollte ein Gedächtnisprotokoll angefertigt werden. Nochmals: nicht von den Polizisten provozieren lassen und vor allem nichts unterschreiben!